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<title>Wirtschaft</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wirtschaft</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Wirtschaft</b> oder <b>Ökonomie</b> ist die Gesamtheit aller <a href="Wirtschaftseinheit" title="Wirtschaftseinheit">Einrichtungen</a> und Handlungen, die der <a href="Planung" title="Planung">planvollen</a> Befriedigung der <a href="Bed%C3%BCrfnis#Bedürfnis_in_den_Wirtschaftswissenschaften" title="Bedürfnis">Bedürfnisse</a> dienen. Zu den wirtschaftlichen Einrichtungen gehören <a href="Unternehmen" title="Unternehmen">Unternehmen</a>, <a href="Privathaushalt" title="Privathaushalt">private</a> und <a href="%C3%96ffentlicher_Haushalt" title="Öffentlicher Haushalt">öffentliche Haushalte</a>, zu den Handlungen des Wirtschaftens <a href="Produktion" title="Produktion">Herstellung</a>, <a href="Absatzwirtschaft" title="Absatzwirtschaft">Absatz</a>, <a href="Tausch" title="Tausch">Tausch</a>, <a href="Konsum" title="Konsum">Konsum</a>, Umlauf, Verteilung und <a href="Entsorgungswirtschaft" title="Entsorgungswirtschaft">Recycling/Entsorgung</a> von <a href="%C3%96konomisches_Gut" class="mw-redirect" title="Ökonomisches Gut">Gütern</a>. Solche Zusammenhänge bestehen zum Beispiel auf <a href="Weltwirtschaft" title="Weltwirtschaft">welt-</a>, <a href="Volkswirtschaft" title="Volkswirtschaft">volks-</a>, <a href="Stadtwirtschaft" title="Stadtwirtschaft">stadt-</a>, <a href="Betriebswirtschaft" class="mw-redirect" title="Betriebswirtschaft">betriebs-</a> und <a href="Hauswirtschaft" title="Hauswirtschaft">hauswirtschaftlicher</a> Ebene.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Das Wort <i>Wirtschaft</i> wird von <i>Wirt</i> im Sinne von <i>Gastgeber</i> und <i>bewirten</i> abgeleitet. Das Fremdwort Ökonomie leitet sich von altgriech. <span lang="grc-Grek" class="Grek">οἰκονομία</span> ab, das aus <i>oikos</i> (‚Haus‘, ‚Haushalt‘) und <i>nemein</i> (‚zuweisen‘/‚einteilen‘) gebildet ist und die Tätigkeit des <i>oikonomos</i>, des <i>Haushälters</i> (zugleich weibliche Form) bezeichnet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Gegensatz zum modernen Ausdruck <i>Wirtschaft</i> (gleiches gilt für engl. <i>economy</i>, frz. <i>économie</i>, ital. <i>economia</i>) bezeichnet das antike Wort <i>oikonomia</i> nie die Gesamtheit aller Strukturen und Prozesse der Produktion, Distribution und Konsum von Gütern und Dienstleistungen, sondern lediglich das planvolle Wirtschaften innerhalb eines institutionalisierten Personenverbands, meist des Haushalts. Dem entspricht, dass die Vorläufer der modernen Volkswirtschaftslehre nur bis in das 18. Jh. zurückreichen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Davor bezeichnete „Ökonomie“ vornehmlich die <a href="Agrarsektor" title="Agrarsektor">Agrarwirtschaft</a>, <a href="Landwirt#Zu_den_Begriffen_Landwirt_und_Bauer" title="Landwirt">„Ökonom“ den Landwirt</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grundlagen">Grundlagen</h2></div>
<p>Unter <a href="Wirtschaften" title="Wirtschaften">Wirtschaften</a> werden alle menschlichen Aktivitäten verstanden, die mit dem Ziel einer bestmöglichen Bedürfnisbefriedigung planmäßig und <a href="Wirtschaftlichkeit" title="Wirtschaftlichkeit">effizient</a> über knappe Ressourcen entscheiden. Die Notwendigkeit zu Wirtschaften ergibt sich aus der <a href="Knappheit" title="Knappheit">Knappheit</a> der <a href="Gut_(Wirtschaftswissenschaft)" title="Gut (Wirtschaftswissenschaft)">Güter</a> einerseits und der Unbegrenztheit der menschlichen Bedürfnisse andererseits. Grundlegender Untersuchungsgegenstand der <a href="Volkswirtschaftslehre" title="Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschaftslehre</a> ist die Frage, was <i>wie</i> produziert wird (<a href="Ressourcenallokation" title="Ressourcenallokation">Allokation</a>) und <i>für wen</i> (<a href="Einkommensverteilung" title="Einkommensverteilung">Distribution</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisation">Organisation</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftsformen">Wirtschaftsformen</h3></div>
<p>Der Begriff „Wirtschaftsform“ (auch „-weise“ oder „-typ“) bezeichnet die <a href="Subsistenz" title="Subsistenz">Subsistenzstrategie</a> (Art und Weise des Lebensunterhaltes), die daraus resultierende <a href="Produktion" title="Produktion">Produktion</a> und die <a href="Sozialstruktur" title="Sozialstruktur">sozialen Bedingungen</a>, unter denen produziert wird.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dient das Wirtschaften weitestgehend der <a href="Selbstversorgung" title="Selbstversorgung">Selbstversorgung</a> mit Gütern, spricht man von <a href="Subsistenzwirtschaft" title="Subsistenzwirtschaft">Subsistenz- oder Bedarfswirtschaft</a>. Ausgehend von dieser elementaren Strategie haben sich vielfältige Formen landwirtschaftlicher Betriebssysteme entwickelt, die als <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform" title="Traditionelle Wirtschaftsform">traditionelle Wirtschaftsformen</a> bezeichnet werden (Beispiele: Formen <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform#Extraktive_Wirtschaftsformen_(Wildbeuter_und_Feldbeuter)" title="Traditionelle Wirtschaftsform">extraktiver Wirtschaftsweisen</a> der <a href="J%C3%A4ger_und_Sammler" title="Jäger und Sammler">Jäger und Sammler</a>, <a href="Nomadismus" title="Nomadismus">Hirtennomaden</a> oder auch <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform#Traditioneller_Feldbau_(Pflanzbau)_und_Gartenbau" title="Traditionelle Wirtschaftsform">Feldbauern</a>).
</p><p>Demgegenüber stehen die Wirtschaftsformen, die vorwiegend vom <a href="Handel" title="Handel">Warenaustausch</a> geprägt werden. Sie werden auch <a href="Erwerbswirtschaft" title="Erwerbswirtschaft">Erwerbswirtschaften</a> genannt. Ihre Entwicklung hat zu den modernen, <a href="Kapitalismus" title="Kapitalismus">kapitalistischen</a> Wirtschaftssystemen geführt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftssysteme">Wirtschaftssysteme</h3></div>
<p>Es bestehen eine Reihe von <a href="Wirtschaftssystem" title="Wirtschaftssystem">Wirtschaftssystemen</a>; als ihre wesentlichen Formen gelten <a href="Marktwirtschaft" title="Marktwirtschaft">Marktwirtschaft</a> und <a href="Zentralverwaltungswirtschaft" title="Zentralverwaltungswirtschaft">Zentralverwaltungswirtschaft</a>.
</p><p>Die politische und rechtliche Form, die den Rahmen für die wirtschaftlichen Tätigkeiten innerhalb einer Wirtschaft vorgibt, wird als <a href="Wirtschaftsordnung" title="Wirtschaftsordnung">Wirtschaftsordnung</a> bezeichnet.
</p><p>Die folgenden Ausprägungen von Wirtschaftsordnungen (neben denen es jedoch noch weitere, weniger bekannte, Systeme gibt) haben von oben nach unten eine zunehmende <a href="Staatsquote" title="Staatsquote">Staatsquote</a>:
</p>
<ul><li><a href="Subsistenzwirtschaft" title="Subsistenzwirtschaft">Subsistenzwirtschaft</a> (prä-staatliche / staatenlose Wirtschaftsformen, Jäger- und Sammlergesellschaften, Ackerbauern und Viehzüchter, <a href="Dorfgemeinschaft_(Ethnologie)" title="Dorfgemeinschaft (Ethnologie)">Dorfgemeinschaft (Ethnologie)</a>, Solidarwirtschaftssysteme)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Freie_Marktwirtschaft" class="mw-redirect" title="Freie Marktwirtschaft">Freie Marktwirtschaft</a> (basierend auf dem klassischen <a href="Liberalismus" title="Liberalismus">Liberalismus</a> bzw. <a href="Wirtschaftsliberalismus" title="Wirtschaftsliberalismus">Wirtschaftsliberalismus</a>)<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Soziale_Marktwirtschaft" title="Soziale Marktwirtschaft">Soziale Marktwirtschaft</a> (basierend auf dem <a href="Ordoliberalismus" title="Ordoliberalismus">Ordoliberalismus</a> und dem Konzept von <a href="Alfred_M%C3%BCller-Armack" title="Alfred Müller-Armack">Alfred Müller-Armack</a>)<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Marktwirtschaft mit <a href="Wohlfahrtsstaat" title="Wohlfahrtsstaat">Wohlfahrtsstaat</a> (<a href="Skandinavisches_Modell" class="mw-redirect" title="Skandinavisches Modell">Skandinavisches Modell</a>)<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Korporatismus" title="Korporatismus">Korporatismus</a> (inkl. <a href="Wehrwirtschafts-_und_R%C3%BCstungsamt#Wehrwirtschaft" title="Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt">Wehrwirtschaft</a>)</li>
<li><a href="Planwirtschaft" title="Planwirtschaft">Planwirtschaft</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaft_nach_Geographie">Wirtschaft nach Geographie</h3></div>
<p>Traditionellerweise wird zwischen der (nationalen) <a href="Volkswirtschaft" title="Volkswirtschaft">Volkswirtschaft</a> und der <a href="Weltwirtschaft" title="Weltwirtschaft">Weltwirtschaft</a> (der Gesamtheit der internationalen Wirtschaftsbeziehungen) unterschieden. Zunehmende Bedeutung erhalten transnationale Wirtschaftsräume. Einer ihrer wichtigsten Vertreter ist der <a href="Europ%C3%A4ischer_Binnenmarkt" title="Europäischer Binnenmarkt">Europäische Binnenmarkt</a>; daneben ist infolge der <a href="Globalisierung" title="Globalisierung">Globalisierung</a> die ganze Welt ein Wirtschaftsraum.
</p><p>Die nationalen Wirtschaften unterscheiden sich deutlich und sind daher in jeweiligen Artikeln dargestellt:
</p>
<ul><li><a href="Wirtschaft_Deutschlands" title="Wirtschaft Deutschlands">Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland</a></li>
<li><a href="Deutsche_Demokratische_Republik#Wirtschaft" title="Deutsche Demokratische Republik">Wirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik</a></li>
<li><a href="Wirtschaft_%C3%96sterreichs" title="Wirtschaft Österreichs">Wirtschaft Österreichs</a></li>
<li><a href="Wirtschaft_der_Schweiz" title="Wirtschaft der Schweiz">Wirtschaft der Schweiz</a></li>
<li><a href="Wirtschaft_der_Vereinigten_Staaten" title="Wirtschaft der Vereinigten Staaten">Wirtschaft der Vereinigten Staaten</a></li></ul>
<p>Weitere Artikel über die <a href="Volkswirtschaft" title="Volkswirtschaft">Volkswirtschaften</a> einzelner <a href="Nation" title="Nation">Nationen</a> finden sich in der
</p>
<ul><li>Kategorie:Wirtschaft nach Staat.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftsbereiche">Wirtschaftsbereiche</h3></div>
<p>Die <a href="Wirtschaftswissenschaft" title="Wirtschaftswissenschaft">Wirtschaftswissenschaft</a> teilt die Wirtschaft in <a href="Wirtschaftssektor" title="Wirtschaftssektor">Wirtschaftssektoren</a> ein. Dies findet seine Grundlage in der <a href="Drei-Sektoren-Hypothese" title="Drei-Sektoren-Hypothese">Drei-Sektoren-Hypothese</a> der Volkswirtschaftslehre.
</p><p>Weiterhin wird die Wirtschaft in <a href="Wirtschaftszweig" title="Wirtschaftszweig">Wirtschaftszweige</a> (Synonym: Branche) eingeteilt. Dies sind Gruppen von Unternehmen, die ähnliche Produkte herstellen oder ähnliche Dienstleistungen erbringen. Die amtliche Statistik der Wirtschaftszweige basiert auf der Europäischen Norm <i><a href="Nomenclature_g%C3%A9n%C3%A9rale_des_activit%C3%A9s_%C3%A9conomiques" class="mw-redirect" title="Nomenclature générale des activités économiques">Nomenclature générale des activités économiques</a></i> (kurz <i>NACE</i>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftspolitik">Wirtschaftspolitik</h3></div>
<p><a href="Wirtschaftspolitik" title="Wirtschaftspolitik">Wirtschaftspolitik</a> ist die Gesamtheit aller politischen, vor allem staatlichen Bestrebungen, Handlungen und Maßnahmen, die darauf abzielen, den Ablauf des Wirtschaftsgeschehens in einem Gebiet oder Bereich zu ordnen, zu beeinflussen, zu gestalten oder unmittelbar festzulegen.
Die Wissenschaft der Wirtschaftspolitik ist die <a href="Finanzwissenschaft" title="Finanzwissenschaft">Finanzwissenschaft</a>.
</p><p>Die Wirtschaftspolitik wird meist in <a href="Ordnungspolitik" title="Ordnungspolitik">Ordnungspolitik</a>, <a href="Strukturpolitik" title="Strukturpolitik">Strukturpolitik</a> und <a href="Prozesspolitik" title="Prozesspolitik">Prozesspolitik</a> unterteilt.
</p>
<ul><li>Zur Ordnungspolitik zählt die <a href="Wettbewerbspolitik" title="Wettbewerbspolitik">Wettbewerbspolitik</a>.</li>
<li>Zur Strukturpolitik gehören Infrastrukturpolitik, <a href="Regionalpolitik" title="Regionalpolitik">Regionalpolitik</a> und sektorale Strukturpolitik.</li>
<li>Zur Prozesspolitik gehören <a href="Arbeitsmarktpolitik" title="Arbeitsmarktpolitik">Arbeitsmarktpolitik</a>, <a href="Finanzpolitik" title="Finanzpolitik">Finanzpolitik</a>, <a href="Fiskalpolitik" title="Fiskalpolitik">Fiskalpolitik</a>, <a href="Geldpolitik" title="Geldpolitik">Geldpolitik</a>, <a href="Handelspolitik" title="Handelspolitik">Handelspolitik</a>, <a href="Konjunkturpolitik" title="Konjunkturpolitik">Konjunkturpolitik</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wirtschaftsbezogene_Disziplinen">Wirtschaftsbezogene Disziplinen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftswissenschaft">Wirtschaftswissenschaft</h3></div>
<p>Die <a href="Wirtschaftswissenschaft" title="Wirtschaftswissenschaft">Wirtschaftswissenschaften</a> (auch <i>Ökonomik</i>) beschäftigen sich auch mit der wissenschaftlichen Untersuchung der Wirtschaft. Traditionell werden hier <a href="Volkswirtschaftslehre" title="Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschaftslehre</a> und <a href="Betriebswirtschaftslehre" title="Betriebswirtschaftslehre">Betriebswirtschaftslehre</a> unterschieden.
</p><p>Die <a href="Wirtschaftsgeschichte" title="Wirtschaftsgeschichte">Wirtschaftsgeschichte</a> ist eine Brückendisziplin zwischen den Wirtschaftswissenschaften und der Geschichtswissenschaft. Sie untersucht die historische Wirtschaftsentwicklung im Zusammenhang mit anderen Kulturveränderungen.
</p><p>Die Wirtschaftswissenschaften haben eine Reihe von <a href="Wirtschaftstheorie" class="mw-redirect" title="Wirtschaftstheorie">Wirtschaftstheorien</a> hervorgebracht. Wichtige Wirtschaftstheorien sind (chronologisch nach Entstehungszeitraum):
</p>
<ul><li><a href="Klassische_National%C3%B6konomie" title="Klassische Nationalökonomie">Klassische Nationalökonomie</a> (unter anderem <a href="Adam_Smith" title="Adam Smith">Adam Smith</a>, <a href="David_Ricardo" title="David Ricardo">David Ricardo</a>, <a href="John_Stuart_Mill" title="John Stuart Mill">John Stuart Mill</a>, <a href="Thomas_Robert_Malthus" title="Thomas Robert Malthus">Thomas Robert Malthus</a> und <a href="Jean-Baptiste_Say" title="Jean-Baptiste Say">Jean-Baptiste Say</a>)</li>
<li><a href="Marxismus" title="Marxismus">Marxismus</a> (unter anderem <a href="Karl_Marx" title="Karl Marx">Karl Marx</a>, <a href="Friedrich_Engels" title="Friedrich Engels">Friedrich Engels</a>, <a href="Rosa_Luxemburg" title="Rosa Luxemburg">Rosa Luxemburg</a>)</li>
<li><a href="Neoklassische_Theorie" title="Neoklassische Theorie">Neoklassische Theorie</a> (unter anderem <a href="Vilfredo_Pareto" title="Vilfredo Pareto">Vilfredo Pareto</a>, <a href="L%C3%A9on_Walras" title="Léon Walras">Léon Walras</a>)</li>
<li><a href="%C3%96sterreichische_Schule" title="Österreichische Schule">Österreichische Schule</a> (unter anderem <a href="Ludwig_von_Mises" title="Ludwig von Mises">Ludwig von Mises</a>, <a href="Friedrich_August_von_Hayek" title="Friedrich August von Hayek">Friedrich August von Hayek</a> und <a href="Carl_Menger" title="Carl Menger">Carl Menger</a>)</li>
<li><a href="Ordoliberalismus" title="Ordoliberalismus">Ordoliberalismus</a> (unter anderem <a href="Walter_Eucken" title="Walter Eucken">Walter Eucken</a> und <a href="Alexander_R%C3%BCstow" title="Alexander Rüstow">Alexander Rüstow</a>)</li>
<li><a href="Keynesianismus" title="Keynesianismus">Keynesianismus</a> (zurückgehend auf <a href="John_Maynard_Keynes" title="John Maynard Keynes">John Maynard Keynes</a>)</li>
<li><a href="Monetarismus" title="Monetarismus">Monetarismus</a> (unter anderem <a href="Milton_Friedman" title="Milton Friedman">Milton Friedman</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftsrecht">Wirtschaftsrecht</h3></div>
<p>Das <a href="Wirtschaftsrecht" title="Wirtschaftsrecht">Wirtschaftsrecht</a> ist die Gesamtheit aller privatrechtlichen, strafrechtlichen und öffentlich-rechtlichen <a href="Rechtsnorm" title="Rechtsnorm">Rechtsnormen</a> und Maßnahmen, mit denen der Staat auf die Rechtsbeziehungen der am Wirtschaftsleben Beteiligten untereinander und im Verhältnis zum Staat einwirkt und ist der Oberbegriff für das Recht des Wirtschaftsverkehrs sowie die rechtliche Grundlage der Wirtschaftspolitik.
</p><p>Das Wirtschaftsrecht besteht aus drei Elementen: Wirtschaftsverfassungsrecht, <a href="Wirtschaftsverwaltungsrecht" class="mw-redirect" title="Wirtschaftsverwaltungsrecht">Wirtschaftsverwaltungsrecht</a> und <a href="Wirtschaftsprivatrecht" class="mw-redirect" title="Wirtschaftsprivatrecht">Wirtschaftsprivatrecht</a>.
</p><p>Teilweise hinzugezählt wird auch das <a href="Wirtschaftsstrafrecht" title="Wirtschaftsstrafrecht">Wirtschaftsstrafrecht</a>, also die Rechtsvorschriften gegen <a href="Wirtschaftskriminalit%C3%A4t" title="Wirtschaftskriminalität">Wirtschaftskriminalität</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftssoziologie">Wirtschaftssoziologie</h3></div>
<p>Die <a href="Wirtschaftssoziologie" title="Wirtschaftssoziologie">Wirtschaftssoziologie</a> befasst sich mit der <a href="Soziologie" title="Soziologie">soziologischen</a> Analyse der Wirtschaft und der Wirtschaftswissenschaften. Themen sind spezifische Aspekte und Subfunktionen des Wirtschaftssystems wie z.&nbsp;B. die Netzwerkbildung, die Dynamik von Märkten abseits von auf <a href="Vollkommener_Markt" title="Vollkommener Markt">vollkommenen Märkten</a> basierenden Modellen und die Folgen von <a href="Begrenzte_Rationalit%C3%A4t" title="Begrenzte Rationalität">begrenzter Rationalität</a> beim Verbraucher.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonstiges">Sonstiges</h3></div>
<ul><li>Die <a href="Wirtschaftsp%C3%A4dagogik" title="Wirtschaftspädagogik">Wirtschaftspädagogik</a> beschäftigt sich mit der Vermittlung von Wissen und <a href="F%C3%A4higkeit_(Psychologie)" class="mw-redirect" title="Fähigkeit (Psychologie)">Fähigkeiten</a> aus dem Gebiet der Ökonomie.</li>
<li>Der <a href="Wirtschaftsjournalismus" title="Wirtschaftsjournalismus">Wirtschaftsjournalismus</a> berichtet über Vorgänge in der Wirtschaft und setzt sich mit diesen auseinander.</li>
<li>Die <a href="Wirtschaftsphilosophie" title="Wirtschaftsphilosophie">Wirtschaftsphilosophie</a> reflektiert über die theoretischen und praktischen Grundlagen der Wirtschaft und ihrer Wissenschaften.</li>
<li>Die <a href="Wirtschaftsethik" title="Wirtschaftsethik">Wirtschaftsethik</a> befasst sich mit der <a href="Moralische_Rechtfertigung" title="Moralische Rechtfertigung">moralischen Rechtfertigung</a> von Wirtschaftssystemen, ethischem Handeln der Wirtschaftssubjekte (siehe <a href="Unternehmensethik" title="Unternehmensethik">Unternehmensethik</a>) oder auch mit der Wertfreiheit der Ökonomik.</li>
<li>Die <a href="Wirtschaftsgeschichte" title="Wirtschaftsgeschichte">Wirtschaftsgeschichte</a> untersucht die historische Entwicklung von Volkswirtschaften und die darunterliegenden <a href="Sozialer_Prozess" title="Sozialer Prozess">sozialen Prozesse</a>.</li>
<li>Die <a href="Wirtschaftsethnologie" title="Wirtschaftsethnologie">Wirtschaftsethnologie</a> betrachtet und vergleicht verschiedenen Wirtschaftsformen und wirtschaftliches Verhalten diverser <a href="Gesellschaft_(Soziologie)" title="Gesellschaft (Soziologie)">Gesellschaften</a>, <a href="Kulturen" class="mw-redirect" title="Kulturen">Kulturen</a> und <a href="Ethnie" title="Ethnie">Ethnien</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Volker Happe, <a href="Gustav_Horn_(Wirtschaftswissenschaftler)" title="Gustav Horn (Wirtschaftswissenschaftler)">Gustav A. Horn</a>, <a href="Kim_Otto" title="Kim Otto">Kim Otto</a>: <i>Das Wirtschaftslexikon. Begriffe – Zahlen – Zusammenhänge</i>. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Dietz, Bonn 2017, ISBN 978-3-8012-0473-0 (mit Zeittafeln zum wirtschaftspolitischen Geschehen in der BRD (1945–2016) und in der DDR (1945–1990)).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikinews"></span></span></div>&nbsp;<b><a href="https://de.wikinews.org/wiki/Portal:Wirtschaft" class="extiw external" title="n:Portal:Wirtschaft">Wikinews: Wirtschaft</a></b>&nbsp;– in den Nachrichten</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Wirtschaft" class="extiw external" title="q:Wirtschaft">Wikiquote: Wirtschaft</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Wirtschaft" class="extiw external" title="wikt:Wirtschaft">Wiktionary: Wirtschaft</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4066399-1">Literatur zum Thema Wirtschaft</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Kurt Singer, Oikonomia: an inquiry into beginnings of economic thought and language, in: Kyklos 11. 1958, 29–57. Singer korrigiert die mindestens bis auf Rousseau zurückgehende fälschliche Etymologie, laut der das Wort aus <i>oikos</i> (‚Haus, ‚Haushalt‘) und <i>nomos</i> (‚Gesetz‘), zusammengesetzt sei.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Moses I. Finley, Die antike Wirtschaft. München, 3. Aufl. 1993, Kap. 1: Die Menschen der Antike und ihre Wirtschaft, S. 9–31.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Hirschberg (Hrsg.): <i>Wörterbuch der Völkerkunde.</i> Neuausgabe, 2. Auflage, Reimer, Berlin 2005. S. 360–361, 415.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-due.de/imperia/md/content/politik/debiel/lambach_afk_2007.pdf">Die dicke Fassade der Zivilisation: Politische Ordnung, soziale Normen und Gewalt.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"> <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19325/freie-marktwirtschaft">Freie Marktwirtschaft.</a></i> In: <i>Das Lexikon der Wirtschaft.</i> Grundlegendes Wissen von A bis Z. 2. Aufl. Bibliographisches Institut &amp; F.A. Brockhaus, Mannheim 2004, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2004 (Lizenzausg.).</span>
</li>
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